Der Komfort-Keller

Es  begann schon 2009. Das Tätigkeitsfeld Wohnzimmerneugestaltung stand nicht mehr zur Verfügung – Arbeitslosigkeit drohte. Ein neues Vorhaben musste her. Viel gab es nicht zu überlegen. Denn im Keller warteten seit fast fünfzehn Jahren unsere alten Küchenmöbel. Frau Maier, unsere Vermieterin in einem Stadtteil von Schwäbisch Gmünd, hatte sie bei unserem Auszug Mitte 1995 nicht haben wollen. Auch nicht zum fairen halben Neupreis, nach gerade einmal 5 Jahren Gebrauch. Zwei weitere potentielle Nutzer lehnten auch ab. So fassten wir den Entschluss, die Teile als großes U in den Keller einzubauen. Dazu musste dieser aber erst einmal geleert werden. Und dann waren da noch 2 Wände, roh und rissig verputzt.

Unser Vorgänger hatte ein extrem starkes Bedürfnis, Flächen mit Kellenputz aller Art (jeder, der sowas schon einmal  streichen musste, reißt die Arme hoch und stöhnt gequält) zu ver(un)zieren. Die Kellerdecke hat er noch geschafft, in bester Tropfsteinoptik. Bei jeder Berührung bröselte etwas von der (Un)Zierde ab und verteilte sich in den Haaren oder anderswo im Raum. Inzwischen sind die “Tropfsteine” eingeebnet und der Keller ist einige Zentimeter höher. Die 2 Wände übergaben wir im März dem Stukkateur unseres Vertrauens, damit er sie glatt verputzt. Nun ist es eine Wohltat, die Flächen anzusehen. Fast zu schade, um Möbel an ihnen aufzustellen oder daran zu hängen. Aber es musste sein. Der Kellerinhalt konnte nicht ewig irgendwo ausgelagert bleiben. Nach inzwischen 2 Monaten immer mal wieder herumwerkeln, inklusive einer arbeitsamen Urlaubswoche, geht das Vorhaben der Vollendung entgegen.

Mal sehen, was uns danach einfällt. Etwas ist schon in Sicht: Außenrollläden am Terrassenfenster. Das ist dann eine neue Geschichte, in der der Fensterbauer unseres Vertrauens vorkommt. Eventuell muss danach auch der Stukkateur nochmals ran.

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