Aufwärts immer – abwärts nimmer

Auf zur Masca-Schlucht per Boot

Auf zur Masca-Schlucht per Boot

Und schon geht es los.

Und schon geht es los.

Heute hieß es früher aufstehen. Ein Bus brachte einen Teil der Wikinger und einige andere Hotelgäste nach Los Gigantes an der Südwestseite von Teneriffa. Im Hafen lag ein Boot bereit, um uns an das untere Ende der Masca-Schlucht zu bringen – vorbei an den gigantischen Felsklippen, von denen der Ort seinen Namen hat. Auf dem Boot arbeiten drei Leute. Die Anlegestelle an der Schlucht ist zum richtigen Anlegen nicht geeignet. Deshalb muss der Steuermann das Boot mit dem Bug möglichst genau vor der Betontreppe halten, während ein Passagier nach dem anderen aussteigt. Die beiden Kollegen des Steuermanns leisten dabei Hilfe, damit niemand zwischen Bug und Beton ins Wasser fällt. Sind alle Wanderer an Land, dreht das Boot ab, um die nächsten Passagiere im Hafen abzuholen.

Ein bisschen Klettern gehört dazu.

Ein bisschen Klettern gehört dazu. Nein, da geht es nicht so tief runter, wie es aussieht.

Blick in die Schlucht

Blick in die Schlucht

Die Masca-Schlucht ist neben dem Teide wahrscheinlich die interessanteste Sehenswürdigkeit auf der Insel. Manche Veranstalter lassen ihre Gäste von oben nach unten wandern. Wer sich darauf einlässt, geht irrtümlich davon aus, dass er Eigengewicht und Gepäck nicht nach oben schleppen muss. Dass man es bergab aber bei jedem Schritt abfangen muss, haben sich wohl die wenigsten überlegt.

Da wir bergauf wanderten, war das erste Drittel der Schlucht ziemlich ruhig. Später hört man immer wieder die Geräusche der Abwärtswanderer. Da sie keinesfalls schneller voran kommen als bergauf und sich ständig bei jedem Schritt konzentrieren müssen, ist das eher eine Qual. Und was für Sünden man sonst noch sieht, na ja. Sandalen sind noch das Harmloseste. Uns wurde empfohlen, keine Wanderstöcke mitzunehmen. Sie sind trotzdem hilfreich, vor allem im obersten Drittel der Schlucht, wo der Weg sehr steil wird. Dort, wo man sich an Felsen oder an Seilen festhalten muss, kann man die Stöcke am Rucksack befestigen. Dann hat man die Hände auch frei.

Manche Leute sollten besser mit Schutzhelm wandern. Einem älteren Mann (Abwärtswanderer) lief Blut über die linke Gesichtshälfte, weil er die verringerte Durchlaufhöhe unter einem scharfkantigen Felsen nicht beachtet hatte. Das musste er nun ertragen, denn die große Gruppe konnte seinetwegen nicht umkehren.

Blick über die Schlucht

Blick über die Schlucht. Mittendrin die kleine Gaststätte, da ist man aber schon oben.

Wir sind alle gut oben angekommen. Die kleine Gaststätte in Masca (Bar Blanky -Casa Fidel-) wurde allen Ansprüchen gerecht. Der Bus, der inzwischen oben war, brachte uns dann ins Hotel zurück. Hier gab es wieder leckeres Abendessen. Vorher war Steffy eine Runde schwimmen und ich habe Bilder hochgeladen und diese Zeilen geschrieben.

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