Archiv für den Monat: Oktober 2011

Hals über Kopf

GRATULATION!

Die Überraschung ist den griechischen Luftverkehrsverantwortlichen gelungen. Sie bescherten uns einen der pünktlichsten Flüge, die wir je erlebt haben.

Die Koffer sind gepackt

Die Koffer sind gepackt

Sonne genießen bei 27 °C im Schatten

Sonne genießen bei 27 °C im Schatten

Nach dem halben Ausruhdonnerstag im Hotel brachten Busunternehmer Vasili und sein jüngster Sohn Adonis die nach Stuttgart Abreisenden mit zwei Caddy-Fahrzeugen um 16 Uhr zum Flughafen Rhodos. Das Einchecken verlief völlig problemlos und ohne Wartezeiten.

Was geht uns die Schlange an?

Was geht uns die Schlange an?

Alles im grünen Bereich

Alles im grünen Bereich

Die Reisenden wurden pünktlich aufgerufen und bestiegen den schon auf dem Gelände wartenden und betankten Condor-Airbus A 320 älteren Baujahrs. Die Frage nach etwas Lesestoff wurde von der Stewardess fast barsch mit „Wir haben ziemlichen Stress!“ beantwortet und gerade mal eine Zeitschrift aus dem Gepäckfach heruntergereicht. Uns kam es vor, als wolle die Flugzeugbesatzung so schnell wie möglich griechischem Boden entfliehen – fast verständlich nach den Streiks der vorangegangenen Wochen.

Exakt zur planmäßigen Abflugzeit 18.20 Uhr verloren die Fahrwerke den Bodenkontakt. Diesmal nicht über türkisches Hohheitsgebiet verlief der Flug über die endlos erscheinende griechische Inselwelt, den Balkan, München und Augsburg. Bis auf ein paar Turbulenzen, die die Maschine etwas flattern ließen, war alles ganz normal.

Ägäische Inselwelt

Ägäische Inselwelt

Sonnenuntergang

Sonnenuntergang

Gyali

Gyali

Kos mit Flughafen

Kos mit Flughafen

Die Sicht zum Boden ließ dunst- und dämmerungbedingt bald nach. Der schöne Sonnenuntergang war sehr lange zu genießen. Leider saßen wir dazu auf der falschen Seite.

Über dem Schwabenländle lag bereits nächtlicher Lichterglanz, als wir gut 10 Minuten früher als geplant relativ hart auf der Rollbahn aufsetzten. Ein schlagendes Geräusch klang so, als ob einer der Reifen geplatzt wäre. Wir haben das aber vielleicht falsch interpretiert. Auch das hatte wieder den Beigeschmack einer hastigen Flucht.

Nach dem Abholen der Koffer folgte wie immer der Kampf mit dem Fahrkartenautomaten. Der nimmt keine 50-Euro-Scheine und Wechseln ist auf dem Stuttgarter Flughafen offenbar ein Fremdwort. Wer weiß, wohin man da rennen müsste. Aber zum Glück nimmt der Automat auch mit der EC-Karte vorlieb. Der Zug kam pünktlich an und am Ziel warteten schon unsere lieben Hauswächter, um uns ganz nach Hause zu bringen.

Die Wohnung empfing uns mit dem Charme eines Kühlschranks. Erst nach zwei Tagen war sie wieder einigermaßen aufgewärmt. Dächer und Pflanzen sehen morgens trotz der Kälte herbstlich reizvoll aus.

Rauhreif auf dem Dach...

Rauhreif auf dem Dach...

...und den Pflanzen

...und den Pflanzen

StadtBergLand

Wir hatten uns vorgenommen, an den freien Tagen kürzer zu treten. Deshalb fuhren wir am Samstag nach Rhodos-Stadt. An der Hafenpromenade fiel uns ein futuristisch anmutendes Schiffchen auf.

Orca-Boot

Orca-Boot

Glasboden 2 x 3 Meter

Glasboden 2 x 3 Meter

Man glaubt kaum, dass es in Russland produziert wurde und bis zu vierzig Knoten schnell fahren kann. Es hat einen nach unten gewölbten Glasboden, durch den man bei langsamer Fahrweise den Meeresgrund und gelegentlich ein paar kleine Fische sehen kann. Beim Stadtbummel findet man schöne und weniger schöne Details.

Erker mit Flaggen

Erker mit Flaggen

So ein Sch...

So ein Sch...

Abends unternahmen einige eine Nachtwanderung auf die schon erwähnte Akropolis.

"Akropolis"

"Akropolis"

Da lässt es sich aushalten

Da lässt es sich aushalten

Reiseleiterin Beate las uns eine ziemlich lustige Geschichte über die griechische Götterwelt vor. Anschließend begaben wir uns in das pulsierende Nachtleben von Archangelos. Da brummt der Bär. Die Jugend ist ganz aus dem Häuschen beim Schaulaufen, männliche Jungendliche auf Mopeds und Motorrädern, weibliche auf hohen Absätzen und mit der neueste Mode ausgestattet. Dazu ein Auto nach dem anderen.

Übrigens: Das Bier war noch weit vom Ablaufdatum entfernt.

Am Sonntag hatten wir dann eine sehr schöne 8-Kilometer-Wanderung über einen westlich gelegenen Höhenzug bis auf den 825 Meter hohen Acramytis. Der Regen verschonte uns bis 100 Meter vor der Taverne, dauerte aber nicht lange an.

Gipfel: kleine Säule ganz rechts

Gipfel: kleine Säule ganz rechts

Blick aufs Meer

Blick aufs Meer

Gestern schlenderten wir noch einmal durch Rhodos-Stadt. Der Bummel durch die Altstadt und entlang der Hafenpromenade war diesmal noch interessanter. Ein riesiges Kreuzfahrtschiff lag im Hafen und hatte seine Bewohner ausgespuckt.

Was wollen nur die vielen Leute in meiner Gasse?

Was wollen nur die vielen Leute in meiner Gasse?

Außer den folgenden zwei Bildern gab es noch viel mehr Interessantes zu sehen.

Kreuzfahrt-...

Kreuzfahrt-...

...Schaulaufen

...Schaulaufen

Heute früh um halb Acht zeigte das Thermometer nur noch 14 °C. Bei strahlendem Sonnenschein wanderten wir an der Westküste, etwas weiter nördlich als am Sonntag. Eine Zikade sonnte sich in einem dornigen Strauch.

Inseln vor der Westküste

Inseln vor der Westküste

Zikade

Zikade

Ende der Wanderung war nach Besichtigung der Festung von Kritinia wieder eine Taverne.

Festung Kritinia

Festung Kritinia

Rhodos-Hund

Rhodos-Hund

Schon auf dem Weg von der Festung dorthin hatte uns ein kleiner Hund begleitet. Er weckte Erinnerungen an unseren Urlaub auf Madeira. Er verhielt sich fast genau so wie der, den wir dort kennenlernen durften. Wir haben unsere setzten Haselino-Kekse mit ihm geteilt und Steffy holte ihm noch etwas Wasser. Nach einem kurzen Nickerchen begleitete er uns bis zum Bus. Wahrscheinlich wäre er gern mitgefahren.

Spuren im Sand

Vorgestern bis heute – drei Tage, die mit intensiven Wanderungen vergingen wie im Flug. Da ist man abends so müde, dass man kein Internet mehr braucht. Auch heute ist das so. Den fleißigen Lesern dieser Seiten wollen wir trotzdem wieder ein wenig Lesestoff bieten.

Am Mittwoch brachen wir zu einer 17,5 Kilometer langen Wanderung auf. Durch weite Flächen mit intensiv duftendem wilden Thymian- und Salbeigesträuch ging es über eine Bergkette in westliche Richtung. Irgendwann gab es wieder einen Regenschauer, der allen die Lust auf eine Wegschleife von vier Kilometern nahm und uns den kürzesten Weg zu einer Taverne einschlagen ließ. Ein Bus brachte uns anschließend ins Hotel zurück. Meine Kleidung gab selbst da noch den im Lauf des Tages eingesammelten Geruch der wilden Kräuter von sich. Am Abend gab es im Freien ein Buffet aus lauter griechischen Spezialitäten. Die Namen der meisten werden wir uns leider nicht merken können. Aber geschmeckt hat es ausgezeichnet, wie immer.

Spezialitätenbuffet

Spezialitätenbuffet

Gestern begab sich eine etwas verkleinerte Gruppe zum Tsambika-Strand, mit der Möglichkeit, dort zu baden und/oder einen direkt daneben liegenden steilen Berg (302 m) mit einem kleinen, ehemaligen Kloster zu besteigen. Von da oben hat man nach allen Seiten beste Sicht. Der Weg zum Strand führte über eine steil abfallende Sanddüne, auf der wir eine Menge Spuren hinterlassen haben.

Sanddüne mit Wikingerspuren

Sanddüne mit Wikingerspuren

Berg und Strand

Berg und Strand

Beste Aussichten...

Beste Aussichten...

...auf Meer und Land

...auf Meer und Land

Heute legten wir 15,5 Kilometer zurück. Zuerst ging es direkt vom Hotel aus auf den 510 Meter hohen Hausberg von Archangelos. Der heißt ebenfalls Prophet Elias und trägt auf seiner Hochebene eine kleine Kapelle, wie das hier fast überall ist. Vom Weg aus hat man wieder schöne Ausblicke ins Land. Auch das Hotel ist bestens zu sehen.

Hotel "Tsambika Sun"

Hotel "Tsambika Sun"

Danach folgte ein langer Abstieg zu einem anderen Strand. Nach einer Einkehr in einer der Tavernen konnte man baden gehen.

Auf dem Rückweg, der sich ganz schön in die Länge zog, kamen wir an einem Felsentor vorbei. Morgen werden wir wohl den freien Tag für ein bisschen mehr Erholung nutzen und alles ganz gemächlich angehen.

Felsentor

Felsentor

Ziegen, wohin man schaut

Ziegen, wohin man schaut

Auf Rhodos scheint es neben der menschlichen eine zweite Zivilisation zu geben. Sie besteht aus Schafen und Ziegen. Besonders letztere haben uns heute überall intensiv beobachtet. Als Zivilisation ähneln sie der einheimischen menschlichen insofern, dass auch sie ihre Abfälle, die wie Schokobohnen aussehen, einfach in der Landschaft fallen lassen, überall. Die menschlichen Abfälle nehmen mit zunehmender Entfernung von den Ortschaften ab. Dort, wo nur noch der sanfte Wikingertourismus hinkommt, findet man in der Regel keine Abfälle mehr.

Lindos und Prophet Elias

Ihr habt schon gemerkt, dass wir schwer im Verzug sind bei unserer Berichterstattung. Gestern fuhren wir mit einem Bus nach Lindos an der Ostküste. Wir hatten uns von der Gruppe abgekoppelt und die Stadt auf eigene Faust erkundet. Viele kleine Gassen mit unzähligen kleinen und größeren Läden, eine Kirche und eine Festung mit Akropolis. Gut dass wir gleich am Anfang da hinauf gegangen sind. Später nahm der Touristenrummel immer mehr zu.

Wer nicht so gut zu Fuß ist, kann die Dienste der Eseltreiber in Anspruch nehmen. Das scheint für manche sehr lustig zu sein. Die recht gewichtige Frau auf dem Foto kicherte die ganze Zeit lauthals vor sich hin. Wir wissen leider nicht genau, wo der Eseltreiber seine rechte Hand hatte – ob er den Esel schob oder die Frau. Lustig auch ihr Mann, der auf dem zweiten Esel im Bild ritt. Er trug eine Art Kapitänsmütze. Beide begegneten uns, als wir die Festung verließen. Nun ratet mal, welche Sprache sie sprachen. Deutsch war es übrigens nicht.

Akropolis in Lindos

Akropolis in Lindos

Esel-Touristik

Esel-Touristik

Während die Esel ihrer keinesfalls leichten Arbeit nachgehen müssen, lassen es andere Tiere ganz gemütlich angehen, was bei der Wärme auch kaum anders möglich ist.

Bei der Wärme hilft nur ausruhen...

Bei der Wärme hilft nur ausruhen...

...oder eine andere sinnvolle Beschäftigung

...oder eine andere sinnvolle Beschäftigung

Wir dagegen haben uns nicht geschont und das Grabmal des vor langer Zeit verstorbenen Prominenten von Lindos, Kleobulos, besucht. Auf dem Weg dorthin kamen wir an einer alten Windmühle vorbei. Warum renoviert man die nicht, fragten wir uns. Wahrscheinlich deshalb, weil sie eines Tages mit der nahen Küstenkante ins Meer rutschen wird. Schade drum.

Windmühlengetriebe

Windmühlengetriebe

Grabkapelle des Kleobulos

Grabkapelle des Kleobulos

Heute sind wir im mittleren bis westlichen – und durch die Regenfälle schön grünen – Rhodos gewandert.

Nikolauskapelle

Nikolauskapelle

Von der Nikolauskapelle ging es auf den Berg Prophet Elias, etwa 700 Meter über NN. Für unterwegs hatte Beate die Zutaten für ein Picknick besorgt, das allen bestens mundete. über einen Zickzack-Weg ging es dann aufwärts zu einer weiteren Kapelle und an der „Schwarzwaldklinik“ vorbei auf den Gipfel. Am Weg stand auch ein verfallendes, aber immer noch repräsentativ erscheinendes Haus mit einem interessanten Fliesenfußboden.

Hotel, ehemalige Klinik für Atemwegserkrankungen

Hotel, ehemalige Klinik für Atemwegserkrankungen

Fliesen in einem verfallenden Haus

Fliesen in einem verfallenden Haus

Nahe bei der ehemaligen Klinik findet man die Prophet-Elias-Kapelle.

Prophet-Elias-Kapelle

Prophet-Elias-Kapelle

Entlang unseres Wanderweges standen immer wieder ein paar durch den Regen zum Leben erweckte Blüten.

gelbe Blüte

gelbe Blüte

Herbstzeitlose?

Herbstzeitlose?