Archiv für den Monat: April 2011

Dresdner Christstollen

p1430192Ein Tag weniger als acht Monate sind es heute bis zum nächsten Weihnachtsfest. Damit niemand eine Ausrede hat, gibt es jetzt und hier unser seit Jahrzehnten bewährtes Stollenrezept. Geschmack und Haltbarkeit sind absolut umwerfend. Der Kaloriengehalt natürlich auch.

Backen muss man diese Spezialität bereits im Oktober, damit die Mindestlagerdauer nicht unterschritten wird. Wenn nach Weihnachten etwas übrig bleibt -> einfrieren. Es soll vorgekommen sein, dass jemand einen Stollen einfach im Keller vergessen hat. Nach gut einem Jahr war der tatsächlich nicht verdorben und hat noch besser geschmeckt, als in der eigentlich dafür vorgesehenen Jahreszeit.

Zutaten

Mengen für 2 Rosinenstollen 2 Mandelstollen
Mehl 1500 Gramm
Milch 1/2 + 1/16 Liter (für Wissenschaftler: 0,5625 Liter)
Hefe 160 Gramm
Zucker 225 Gramm 300 Gramm
Sultaninen 1000 Gramm (keine)
süße Mandeln, gehackt 375 Gramm 1000 Gramm
bittere Mandeln, gehackt 80 Gramm
Butterschmalz 375 Gramm
Butter 125 Gramm
Schweineschmalz 125 Gramm
Margarine 125 Gramm
Zitronat 200 Gramm
Salz 24 Gramm
abgeriebene Schale von 2 Zitronen
Butter zum Bestreichen 300 Gramm
Puderzucker nach Bedarf

 

Verarbeitung

Am Abend vor der Teigbereitung werden die Zutaten in einen warmen Raum gestellt. Am Backtag Mehl und Zucker in eine große Schüssel geben und in die Mitte eine Vertiefung drücken. In dieser die zerbröckelte Hefe in handwarmer Milch mit etwas Mehl und Zucker zu einem dicken Brei verrühren. Den mit einem Tuch zugedeckten Ansatz läßt man etwa eine halbe Stunde an einem warmen Ort gehen.

Danach werden die restlichen Zutaten beigemischt und alles gut durchgeknetet. Nur die Sultaninen (beim Mandelstollen die süßen Mandeln) werden erst am Schluß hinzugegeben und gleichmäßig in der Masse verteilt. Jetzt läßt man den Teig wieder zugedeckt an einem warmen Ort eine Stunde lang gehen, teilt ihn dann in zwei gleiche Portionen und formt ihn brotähnlich. Die beiden Rollen legt man auf spezielle, mit Backpapier ausgelegte Backbleche und läßt sie weitere 10 Minuten gehen. Vor dem Einschieben in den auf 190 bis 200 °C vorgeheizten Backofen jede Teigrolle ca. 1 cm tief längs einschneiden.

Bei passender Gelegenheit folgt hier ein Foto der speziellen Backbleche.

Die Backzeit beträgt 60 bis 70 Minuten. Danach die Stollen sofort mit weiteren 300 g sehr heißer Butter bestreichen und mit Puderzucker bestäuben. Die fertigen Stollen in Pergamentpapier (Backpapier) und Folie verpacken (nicht zu dicht!) und an einem kühlen, nicht trockenen Ort mindestens ein bis zwei Monate lagern.

Nicht mit Umluft backen!

Zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit im Backofen stellt man einen hitzefesten Teller mit Wasser hinein.

Plötzlicher Kindstod?

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Familientreffen

Vor drei Tagen war die Welt noch in Ordnung. Und nun? Der Bub‘ fehlt. Über die Ostereiertage kam die ganze bucklige Verwandtschaft zu Besuch. Die hölzerne aus der fernen Oberlausitz, ganz manierlich die beiden. Wir hatten sie vor geraumer Zeit auf dem Weihnachtsmarkt in Plochingen getroffen. Dazu zwei kleinere Hüpfer. Und dann ist da noch ein grinsender Vetter. Trägt auch eine rote Mütze, weiß aber nicht recht, wie herum er sie aufsetzen soll. Sieht ein wenig schlitzohrig aus. Hat er etwas mit dem Verschwinden des Buben zu tun?

Durchaus möglich. Vielleicht mochte er ihn nicht. Weil der Kleine ganz anders als die Art des Vetters aussieht? Bei genauem Betrachten hat der Schlitzohrige etwas rotes am Zahn. Ist es das Blut des Buben?! Wir wissen es nicht. Vielleicht ist alles auch ganz anders und der Bub nur in die Welt hinaus gezogen, um das Handwerk seines Vaters zu erlernen… Viel Zeit dazu hat er nicht mehr.

Ostern & Weihnachten

Wie die Zeit vergeht...

Apropos Weihnachten.  Genau in acht Monaten ist der sogenannte Heilige Abend, diesmal wie Ostersonntag auch an einem 24., nur eben Dezember. Hier schon mal ein kleiner Vorgeschmack. Die kerzenähnlichen Blütenstände des Kirschlorbeer-Strauches passen nicht schlecht zum Stollen und dem Kaffeepott mit weihnachtlichem Dekor. Der Stollen stammt übrigens aus dem Jahr 2009 und hatte unbemerkt die Zeit bis gestern überlebt. Der war vielleicht was von lecker!

Vermischtes

Was wir schon immer geahnt haben! Es musste ja so kommen! Die einen treiben sich ewig nach ihrer Zeit im Supermarkt herum und die anderen sind viel zu früh da – Langeweile kommt auf. Da kann einer auf die dümmsten Gedanken kommen.

nikohasi

Was wir schon immer geahnt haben...

Dem rot bemützten Heiligen scheint der Ausrutscher ein wenig peinlich zu sein. Oder was sonst will er mit dem Pssst-Finger ausdrücken? Gut sieht sie schon aus, diese kleine Zeiten überspannende Familie. Mutti blickt ganz stolz. Richtig knuddelig das Töchterchen. Und erst der Bub‘ – ganz der Papa. Wir haben sie zum Fressen gern.

Bitte kauft demnächst die Hasen rechtzeitig weg, damit sich das nicht zu oft wiederholt.

Wir wünschen Euch allen schöne OSTEREIERTAGE!