Archiv für den Monat: Januar 2011

Geschmolzenes

In der wöchentlich erscheinenden “Sonntag Aktuell” findet man immer wieder lustige Artikel. Auf Seite 5 der Ausgabe vom 26. Dezember 2010 beispielsweise die DPA-Meldung über einen Brand: “Feuerwehr hofft auf Schmelzwasser in Konstanz”. Thema: Die Feuerwehr kämpft gegen ein Glutnest unter den Trümmern eines Altstadthauses. Ein Sprecher der Feuerwehr teilt darin mit (Zitat): „Wir hoffen nun auf die Wetterlage und darauf, dass sich möglichst bald geschmolzenes Wasser einen Weg zum Glutnest bahnt“.

Ist es nicht genug, dass ein schönes altes Haus verloren ging? Jetzt sollte auch noch Wasser schmelzen! Was passiert, wenn Wasser schmilzt? Es ist doch schon flüssig. Wird es beim Schmelzen überflüssig? Oder hat die Feuerwehr Konstanz ein ganz neues Löschverfahren entwickelt?

Kalorien-Erniedrigung

In der wöchentlich erscheinenden „Sonntag Aktuell“ schreibt Michael Weier regelmäßig über sein Lieblingsgetränk: Wein. Auf Seite 7 der Ausgabe vom 16. Januar 2011 befand sich der nette Beitrag „Erniedrigung für ein Glas Wein“. Darin geht es neben dem Genuss auch um den Energiegehalt alkoholischer Getränke und dessen Auswirkungen. Zitat:

„Kalorien setzen sich in Form von Fett am Körper fest, sofern der Mensch durch Bewegung nicht mehr davon verbrennt, als er zu sich nimmt. Deshalb: Achtung! Wein hat mehr Kalorien als Bier! 0,33 Liter Pils etwa 140 Kilokalorien, 0,2 Liter schwerer Rotwein über 150 Kalorien.“

Abgesehen davon, dass

  1. die volkstümliche Kalorie zwar in aller Munde, aber veraltet ist,
  2. sie nach dem SI-Einheitensystem längst durch das Joule ersetzt wurde und
  3. Sonntag Aktuell keine wissenschaftliche Zeitschrift ist,

wissen wir natürlich alle, was er meint. Warum schreibt er es dann nicht? Hatte er schon zu viel von seinem Lieblingsgetränk verkostet? Nähten ihm die Kalorienmännchen nachts im Kleiderschrank den Kragen enger, so  dass das Gehirn beim Schreiben nicht richtig durchblutet wurde? Das weiß allein Michael Weier. Immerhin hat er gute Vorsätze gefasst und will sich vor den zwei Blondinen seiner Fitness-DVD erniedrigen. Dann dürfte auch sein Kragen wieder weiter genäht werden. 😉

Winter nach dem Frühling

Nach gefühlten 2 Wochen Urlaub  mussten wir der Frühlingsinsel den Rücken kehren. Nicht nur der Himmel über Palma vergoss ein paar Tränen beim Abschied. Zuvor hatten wir noch einmal das unübertroffene Frühstücksbuffet genossen. Wie sollte das zu Hause auszuhalten sein, ohne diese Fülle? Per Bus waren wir schnell am Flughafen mit seinen in jeder Hinsicht großzügigen Gebäuden, Gängen und Laufbändern. Auch architektonisch und von  den Außenanlagen her strahlt er ein großstädtisches Flair aus.

Il-76TD-90VD

Il-76TD-90VD

In irgendeiner Ecke, sichtbar von der Zufahrtsstraße aus, stand eine mittelgroße russische Transportmaschine. Da die am Vortag bei der Rückfahrt von Cala Pí als Thema auftauchte, kommt hier mehr dazu. Es handelt sich nicht um eine Tupolew, sondern eine Ilyushin Il-76TD-90VD. Sie trägt den Namen des Testpiloten Wladimir Kokkinaki. Obwohl das Flugzeug dort mindestens seit unserer Fahrradtour stand wie angewurzelt, scheint es ab und zu in der Luft zu sein. Einige Leute schießen davon in aller Welt Fotos und stellen sie ins Internet. Nun gibt es ein Foto mehr von der Sorte, aufgenommen aus dem fahrenden Bus.

Abschiedsfoto

Abschiedsfoto

Flugdieselshop

Flugdieselshop

airberlin

airberlin

Nach der Sicherheitkontrolle muss man sich die Zeit vertreiben, warum nicht im Flugdieselshop? Da gibt es neben guten Düften eine Menge abartige. Manche würde man bestenfalls über eine Barbiepuppensammlung ausschütten wollen. Die meisten der getesteten haben nicht einmal die halbe Wartezeit überdauert. Warum sie dann so teuer sind, glauben nur die Duftdesigner zu wissen.

Gefühlte 80 % der Flugzeuge tragen das airberlin-Logo, was uns schon bei der Ankunft aufgefallen war. Die beiden Maschinen, die uns hin und zurück befördert haben (vielleicht war es auch immer die gleiche), waren anscheinend jüngeren Datums. Die  Füße fanden gut unter den vorderen Sitzen Platz.

airberlin

airberlin

Palma de Mallorca

Palma de Mallorca

Berg

Welcher Berg ist das?

Matterhorn

Matterhorn

Alpenglühen

Alpenglühen

Die Fenster waren ganz sauber und zeigten keine Beschlagsneigung. So gelangen noch ein paar schöne Fotos von Palma, einigen möglicherweise bekannten Berggipfeln und dem sogenannten Alpenglühen. Mit Beginn einer langen Sinkflugphase wurde es fast ergreifend still an Bord und die Triebwerke waren kaum mehr zu hören. Bei der Ankunft in Stuttgart ließ der Schnee auf dem Tankfahrzeug langsam erahnen, was bis nach Hause immer deutlicher zur winterlichen Realität anwuchs. Der Bretterzaun ist ungefähr 85 cm hoch, und das dahinter sind nicht die größten Schneeberge, die hier seit Ende November aufgetürmt wurden.

Abendhimmel

Abendhimmel

Schnee auf dem Tankfahrzeug

Schnee auf dem Tankfahrzeug

Schneeberge

Schneeberge

Nach einer Akklimatisierungsphase am 3. 1. folgte am 4. die partielle Sonnenfinsternis. Hier drei Fotos ab etwa 20 Minuten nach der maximalen Verdunkelung bis kurz vor dem Ende.

partielle Sonnenfinsternis

9:42

partielle Sonnenfinsternis

10:16

partielle Sonnenfinsternis

10:37

Ein richtiger Winter kann neben den zwangsläufig unangenehmen auch schöne Seiten haben.

Schnee, mehr als genug

Schnee, mehr als genug

Kirschlorbeer mit Eiskristallen

Kirschlorbeer mit Eiskristallen

Wellen

Schneewellen

Eiskristalle

Eiskristalle

Wikinger auf Schnitzeljagd

2010 liegt hinter uns, 2011 fing gut an. Das gestrige Silvestermenü dürfte die Erwartungen der Reiseteilnehmer wohl weit übertroffen haben. Sechs aufwändige Gänge und Getränke bis zum Abwinken waren zu bewältigen. Ob die Flugzeuge morgen noch abheben können??? Gegen Ende des Festmahls verteilten die Reiseleiter die bereitliegenden Überraschungstüten mit Belustigungsmaterial fernöstlicher Herkunft. Es sorgte tatsächlich für den erwünschten Effekt – nämlich zu einer ausgelassen lustigen Stimmung. In dieser begab sich die Gesellschaft zum Hotel gegenüber, um auf einer Dachterrasse mit Blick auf den Jachthafen (Liegegebühr laut Stadtführer 500 Euro – pro Jacht und Tag) die letzten Sekunden des Jahres mit spanischen Bräuchen zuzubringen. Das Feuerwerk fiel für hiesige Verhältnisse üppig aus und die Sirenen der Schiffe begleiteten das Ganze. Einige Unentwegte waren anschließend noch in der Stadt unterwegs und erst gegen vier Uhr in den Betten.

Frühstücken konnte man heute bis 11 Uhr, danach gings mit dem Bus nach Cala Pí im Süden der Insel. Von dort wanderten wir auf einem Weg, auf dem man keine Hunde- (oder Wildschwein-?) Köpfe mitführen darf,  immer hart an der Klippenkante Richtung Leuchtturm beim Cap Blanc.

???

???

Kurz vor dem Ziel stürzte eine nicht mehr so junge Dame auf den Weg. Reiseleiterin Kerstin versorgte sie und brachte sie in Begleitung von zwei weiteren Damen dorthin, wo uns der Bus abholen sollte. Der Rest ging noch ein Stückchen weiter und machte zunächst mal das nicht mehr vollständige Picknick, es befand sich nämlich teilweise in Kerstins Rucksack. Aber auch von Schweinsohren und Baguettes kann man satt werden, noch dazu nach dem vorangegangenen Schlemmerabend. Schließlich traten die führerlosen Wikinger den Rückweg an. Er war leicht zu finden – an allen Wegpunkten, wo man hätte falsch laufen können, hatten sich die Vorausgegangenen einen Heidenspaß daraus gemacht, Zettel und Pfeile aus Steinen auf dem Weg zu hinterlassen, damit ihn wirklich niemand verfehlen kann – Schnitzeljagd auf Wikingerart eben.

Schmale Bucht bei Cala Pì

Schmale Bucht bei Cala Pì

Wikingergruppe auf breitem Weg

Wikingergruppe auf breitem Weg

Schnitzeljagd

Schnitzeljagd

Der Bus brachte uns dann mit einem Umweg zum Krankenhaus ins Hotel. Vorher hatte unser Busfahrer das Pech, von der Guarda Civil Trafico kontrolliert zu werden. Auch Kerstins Hinweis auf unsere Leichtverletzte half nichts, unser Fahrer war nicht angeschnallt – eine teure Angelegenheit in Spanien.

Eine schöne und sehr erlebnisreiche Woche geht zu Ende. Morgen müssen wir notgedrungen in die winterliche Heimat zurückkehren. Die Boarding-Karten haben wir dank der hier selbstverständlichen modernen Technik bereits vor dem heutigen Frühstück an der Rezeption ausdrucken lassen. Auch in der Hinsicht gibt es in D großen Nachholbedarf.

Den ersten Abend des neuen Jahres und den letzten dieses Urlaubs nutzten wir noch, um ein paar Fotos von der schönen Beleuchtung in Palma zu machen. Hier eine kleine Auswahl:

Festbeleuchtung

Festbeleuchtung

bar CUBA

bar CUBA

Festbeleuchtung

Festbeleuchtung

Kathedrale in Palma

Kathedrale in Palma

Königspalast

Königspalast