Archiv für den Monat: Dezember 2010

Ballermann schläft – Berg ruft

Den gestrigen freien Tag haben wir genutzt, um unsere Füße zu schonen. Auf zwei gemieteten Fahrrädern radelten wir gemächlich auf dem vorbildlich ausgebauten Radweg an der Küste entlang. Am „Ballermann“ ist es im Winter sehr ruhig, die meisten Läden und Kneipen sind zu. Hinter dem südöstlichsten Balneario 1 (es gibt 15, das Wort wurde durch deutsche Touristen verballhornt) wird es durch den Straßenverkehr weniger gemütlich, so dass wir die Rückfahrt antraten. An der Fahrradausleihstation in Palma vorbei ging es schließlich noch in westliche Richtung bis zur Hafenzufahrt. Ein schöner Blick aufs Meer und auf turbulent fliegende Vogelschwärme waren der Lohn.

Kathedrale von Palma

Kathedrale von Palma

Rad- und Fußweg

Rad- und Fußweg

Wir

Wir

Strand am Balneario 15

Strand am Balneario 15

Sandkunst

Sandkunst

Vogelschwärme

Vogelschwärme

Blütenpracht im Dezember

Blütenpracht im Dezember

Heute brachte uns der Bus an den Startpunkt der 2-Stiefel-Wanderung durch ein Trockental. Auf dem höchsten Punkt des Weges gab es das von Reiseleiterin Kerstin vorbereitete und von allen hinaufgetragene Picknick. Danach folgte der Weg hinab zum Kloster Lluc, wegen seiner schwarzen Madonna ein Wallfahrtsort. In der Klostergaststätte ließen wir uns zum Kaffee eine Crema Catalana schmecken.

Komm schon rauf

Komm schon rauf

Durch's Trockental

Durch's Trockental

Picknick flüssig

Picknick flüssig...

Picknick fest

...und Picknick fest

Kloster Lluc

Kloster Lluc

Schwarze Madonna

Schwarze Madonna

Crema Catalana

Crema Catalana

Auch heute hielt das Wetter gut durch. Anfangs noch sonnig, zogen gegen Mittag ein paar Wolken auf. Erst bei der Ankunft im Hotel tröpfelte es ein wenig. Jetzt warten wir auf den Beginn des Silvestermenüs. Gegen Ende des Jahres 2010 werden wir alle auf die Dachterrasse des auf der anderen Straßenseite gelegenen Hotels Mirador gehen und auf den Hafen schauen. Feuerwerk gibt es hier eher wenig, aber die Schiffe werden mit ihren Sirenen das neue Jahr begrüßen.

Wir wünschen allen Lesern dieser Zeilen ein gutes neues Jahr!

Natur und Kultur

Gestern waren wir in der Natur unterwegs, von Dejà nach Soller, irgendwie nahe einer alten Poststraße. Von der haben wir zwar nichts mitbekommen, aber eine schöne Strecke war es trotzdem.

Die Kirche von Dejà hoch über dem Ort

Die Kirche von Dejà hoch über dem Ort

Hotel Paradies in Dejà - einst Filmkulisse - aber es steht nicht am Meer!

Hotel Paradies in Dejà - einst Filmkulisse - aber es steht nicht am Meer!

Stamm eines alten Olivenbaums

Stamm eines alten Olivenbaums

Manchmal mit schönen Ausblicken auf das Meer nördlich der Insel, manchmal mit der Anmutung von Levadawegen, nur nicht ganz so eben. Unterwegs kehrten wir bei Antonia ein, einer alten Dame, die in einer noch viel älteren Ölmühle wohnt. Sie bewirtete unsere Gruppe mit Kaffee und frisch gepresstem Orangensaft. Ihr Haus ist fast wie ein Museum eingerichtet, mit alten Arbeitsgeräten und vielen Fotos an den Wänden. Eines zeigt die hiesige Landschaft mit Schnee bedeckt. Gut, dass wir das bei 14 °C nicht nachvollziehen mussten. Auf dem Grundstück tummelten sich außer der Hündin Laika eine Unmenge Katzen, die Jüngsten saßen im Haus vor einem kleinen Elektro-Ofen.

Keine Frage - hier ist Frühling

Keine Frage - hier ist Frühling

Steiler Aufstieg zum Blick aufs Meer

Steiler Aufstieg zum Blick aufs Meer

Markanter Baum unweit des Weges

Markanter Baum unweit des Weges

Beim Verlassen der gastlichen Stätte kam ein spärlich bekleideter Jogger auf dem Wanderweg daher – zum großen Gaudi der Damenwelt, die ihn mit Tempo-Rufen anfeuerte.

Blick auf den höchsten Berg Mallorcas

Blick auf den höchsten Berg Mallorcas

Stadzentrum von Soller

Stadzentrum von Soller

Eckhaus im Jugendstil in Palma

Eckhaus im Jugendstil in Palma

Vom Wanderweg aus hatten wir immer wieder Ausblicke auf den höchsten Berg der Insel, den 1446 Meter hohen Puig Major. Der ist militärisches Sperrgebiet und somit für Wanderer nicht zugänglich. In Soller war eine ausgiebige Kaffeepause angesagt, bevor uns der Bus ins Hotel zurück brachte.

Kathedrale in Palma - Innenansicht

Kathedrale in Palma - Innenansicht

Markthalle in Palma - Stand mit Serranoschinken

Markthalle in Palma - Stand mit Serranoschinken

Markthalle in Palma - Gloddsfische

Markthalle in Palma - Gloddsfische

Heute waren wir in Palma unterwegs mit Estefan, einem rüstigen älteren Stadtführer mit viel Humor. Weil mittwochs der Königspalast gratis geöffnet ist, wurde die Führung etwas länger. Auch die Kathedrale war sehr interessant. Anschließend kehrten wir in einer Gaststätte ein und kosteten ein typisches Schokoladengetränk. Viele nannten es „Dr. Oetker – flüssig“. Nun ja, als Kinder bekamen wir sowas als Kakaosuppe. Und die hat ja auch immer geschmeckt. Ein schöner Tag war es allemal.

Erwischt! Ein Tretminenleger auf frischer Tat

Erwischt! Ein Tretminenleger auf frischer Tat

Aber andere hinterlassen ganz andere Formate...

Aber andere hinterlassen ganz andere Formate...

Frühling im Winter

Das Schwabenländle liegt unter einer dicken Schneedecke

Das Schwabenländle liegt unter einer dicken Schneedecke

Nach einem wunderschönen Flug von Stuttgart in das 17. deutsche Bundesland genießen wir seit gestern frühlingshaft-sonniges Wetter. Ob da wieder Hadat, der grimmig dreinschauende Wettergott im Pergamonmuseum, seine Hände im Spiel hat, wissen wir nicht…

In Palma fressen Papageien reife Datteln

In Palma fressen Papageien reife Datteln

Endlich mal keinen Schnee schippen oder Autoscheiben freikratzen! Die erste Wanderung war heute aber auch anstrengend, man ist ja nichts mehr gewöhnt nach dem andauernden Schlechtwetter in der Heimat. Morgen wandern wir auf einer alten Poststraße im Norden der Insel.

Die Reisegruppe besteht überwiegend aus Damen vieler Altersgruppen. Beim Frühstück konnten die wenigen Ehepaare an Zweiertischen ein bisschen unter sich bleiben. Das Angebot beim Frühstück ist das bisher beste, das wir bei einer Wikinger-Reise erleben, sogar Orangenmarmelade ist vorhanden.

Abends gibt es größere Tische. Man holt sich vom Buffet, wonach einem gerade zumute ist. Ob Fleisch, Fisch oder vegetarische Kost – jeder findet genug, um satt zu werden. Salate, Kompott, Obst und verschiedene Kuchen ergänzen das Angebot.

Die Kathedrale in Palma in der Nachmittagssonne

Die Kathedrale in Palma in der Nachmittagssonne

Blick vom Castell de Bellver auf Palma

Blick vom Castell de Bellver auf Palma

Innenhof des Castell de Bellver - ein Hauch von Alhambra

Innenhof des Castell de Bellver - ein Hauch von Alhambra

Vom Kastell Schöne Aussicht hatten wir heute einen herrlichen Blick über Palma. Der Innenhof erinnerte uns zwingend an Granada. Die Hauptstadt des 17. Bundeslandes ist unheimlich lang und dehnt sich auch auf die Berghänge aus. Eine Stadtführung bekommen wir in einigen Tagen.

Auf eigene Faust haben wir schon einige Viertel durchstreift, andere aus dem Bus gesehen. Von nobel bis abbruchreif ist fast alles dabei. Öffentliche Anlagen scheinen überwiegend sauber zu sein. Auf den Fußwegen muss man jedoch vor unzähligen Tretminen weicher Konsistenz auf der Hut sein.

Nicht zu vergessen: An diesem Montag holten die Bürger Spaniens ihren wohlverdienten zweiten Weihnachtsfeiertag nach. Große Supermärkte blieben geschlossen, nur ein paar Apotheken und kleine TanteEmmaLäden waren neben den zahlreichen Gaststätten geöffnet. Bürger Deutschlands, wollt ihr nicht endlich die Angleichung der deutschen Feiertagsregelung an die hiesige fordern?